Um meine Mitschrift an der Uni anzufertigen nutze ich Mathematica, eine ungeheuer mächtige Software. Das ›Notebook‹-Feature erlaubt es mir, während einer Vorlesung Text, mathematische Formeln und Programmcode zu schreiben; damit sind alle Kurse eines Informatik-Studiums abgedeckt. Einen Hacken hat die Sache aber: Mathematica ist eine ungeheuer teure Software. Als Student wird mir eine kostenfreie Student-Edition – Personal Use Only von der Universität bereitgestellt.

Das entspricht aber nicht meiner Vorliebe offenen Dateiformaten. Zwar lassen sich Notebook-Dateien theoretisch in jedem herkömmlichen Texteditor öffnen und bearbeiten, jedoch will ich das niemanden zumuten. Erst recht nicht Zukunft-mir. Trotz all dem verwende ich Mathematica für die schnelle Eingabe von Formeln, mit welcher LaTeX1 oder vergleichbares nicht mithalten können.

Heute bin ich über Project Jupyter gestolpert.

The Jupyter Notebook is a web application that allows you to create and share documents that contain live code, equations, visualizations and explanatory text.

The Notebook has support for over 40 programming languages, including those popular in Data Science such as Python, R, Julia and Scala.

Notebooks can be shared with others using email, Dropbox, GitHub and the Jupyter Notebook Viewer.

Sieht auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. Die Umsetzung ist spürbar an Mathematica angelehnt, zielt aber stark auf die Open-Source-Community ab. Als Aushängeschild dient das LIGO Open Science Center, welches Jupyter Notebooks, wie beispielsweise LIGO Gravitational Wave Data in iPython, als Publikationsmedium einsetzt. Beispiele in verschiedenen Programmiersprachen lassen sich auf der Jupyter Demoseite finden.

Persönlich werde ich das Projekt zunächst nur im Auge behalten; der Umstieg ist mir aktuell zu mühselig und der Nutzen noch zu unbekannt.

Fußnoten & Quellen
  1. Des Weiteren kann ich in Mathematica direkt Code ausführen – während ich mitschreibe! Solche Funktionen schießen LaTeX als Mitschrift in einem Informatik-Studium für mich bisher aus.